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	<title>redegørelse &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "redegørelse"</description>
	<pubDate>Thu, 16 Oct 2008 03:05:13 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[die Zauberflöte - Eine Märchenoper]]></title>
<link>http://andreasvinther.wordpress.com/?p=16</link>
<pubDate>Wed, 30 Apr 2008 22:20:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>andreasvinther</dc:creator>
<guid>http://andreasvinther.da.wordpress.com/2008/05/01/die-zauberflote-eine-marchenoper/</guid>
<description><![CDATA[Präludium
 
Die Zauberflöte ist eine Märchenoper von Wolfgang Amadeus Mozart und Emanuel Schikan]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<h2 style="line-height:150%;margin:10pt 0 0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="color:#4f81bd;"><span style="font-family:Cambria;">Präludium</span></span></span></span></h2>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;font-family:Calibri;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span style="font-family:Calibri;"><span style="font-size:small;"><em><span>Die Zauberflöte</span></em><span> ist eine Märchenoper von Wolfgang Amadeus Mozart und Emanuel Schikaneder. Sie wurde 1791 zum ersten Mal <a><span style="color:#000000;">aufgeführt</span></a></span></span><span><span style="font-size:small;">, nur neun Wochen vor Mozarts Tod. </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"><span>   </span>Viele Vorbilder und Quellen; z.B. Jean Terrasson: „<em>Sethos, historie ou vie tirée des monuments anecdotes de l’ancienne Egypte“</em> und Tobias von Gebler: <em><span> </span>„Thamos, König von Ägypten“. </em>Das ägyptische Thema war sehr typisch bei den Freimaurern, und da Mozart und Schikaneder beide Freimaurer waren, scheint es natürlich die mythologischen Themaen zu benutzen. Es ist auch weit </span></span><a><span style="font-size:small;color:#000000;font-family:Calibri;">anerkannt</span></a></span><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;">, dass Christian M. Wielands „<em>Dschinnistan“</em> mit dem Märchen „<em>Lulu oder die Zauberflöte“</em> eine große Inspiration war.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"><span>   </span>Die freimaurerischen Elemente sind nicht nur das mythologische <em>Isis und Osiris-Thema</em>, sondern auch die Weisheit-Idee, die die Handlung dominiert, ist typisch freimaurerisch.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;font-family:Calibri;"> </span></span></p>
<h2 style="line-height:150%;text-align:justify;margin:10pt 0 0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="color:#4f81bd;"><span style="font-family:Cambria;">Referat der Handlung</span></span></span></span></h2>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;font-family:Calibri;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;font-family:Calibri;">Die Handlung fängt in einer felsige Gegend mit dem Prinz Tamino an, der von einer Schlange verfolgt wird. Er sieht ein, dass er verloren ist, und als er nach Hilfe gerufen hat, fällt er in Ohnmacht. Bald kommen drei Damen, um das Ungeheuer zu töten und damit Tamino zu retten. Die drei Damen müssen doch zu ihrer Fürstin eilen, und lassen Tamino am Ende allein. Er erwacht, und sieht die Schlange. Plötzlich hört und sieht er den Naturmenschen Papageno, einen Vogelfänger. Er erklärt sich den Sieger des Ungeheuers, aber die drei Damen sind schon wieder da, und sie bestrafen Papageno mit Wasser </span><a><span style="font-size:small;color:#000000;font-family:Calibri;">statt</span></a></span><span class="MsoCommentReference"><span style="font-size:8pt;line-height:150%;"><span><span style="font-family:Calibri;"> </span></span></span></span><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"> Wein, Steinen statt Zuckerbrot und statt Feigen bekommt er ein Schloss vor den Mund. Tamino bekommt ein Bildnis von der Tochter der Fürstin von den drei Damen. Er verliebt sich sofort in das Mädchen, und zusammen mit Papageno muss er jetzt Pamina retten, weil sie von dem Bösewicht Sarastro gekidnappt worden ist. Tamino bekommt eine goldene Zauberflöte und Papageno – jetzt ohne Schloss vor dem Mund – bekommt ein silbernes Glockenspiel.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"><span>   </span>Zusammen fahren sie gegen Sarastros Burg mit der Hilfe von drei Knaben. Hier treffen wir Monostatos, einen schwarzen Mohr und Sarastros Sklavenmeister, der Pamina gefesselt hat. Papageno und Monostatos erschrecken einander und rennen beide weg. Papageno spricht mit Pamina über ihre Mutter und Tamino. Er erfährt, dass sie viel Sehnsucht nach sowohl die Mutter als Liebe hat, und da Sarastro nicht zu Hause ist, hauen sie ab.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"><span>   </span>Tamino trifft drei Priester bei den Tempeln der Weisheit, Natur und Vernunft. Ein Konflikt über Sarastro entsteht, da die Priester ihn Herrscher der Weisheit nennen. Plötzlich sieht Tamino die Wahrheit: Dass Sarastro keine Bösewicht ist – er ist </span></span><a><span style="font-size:small;color:#000000;font-family:Calibri;">ein </span></a></span><span class="MsoCommentReference"><span style="font-size:8pt;line-height:150%;"><span><span style="font-family:Calibri;"> </span></span></span></span><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;">Priester von Isis und Osiris – und die Königin der Nacht ist der Bösewicht. Doch fasst Monostatos die drei, und sie müssen vor Sarastro stehen. Pamina erklärt, dass sie zwar eine Verbrecherin ist, aber dass der böse Mohr – Monostatos – Liebe verlangte, und so musste sie ja fliehen. Dafür hat Sarastro nur Verständnis, und er bestraft Monostatos mit siebenundzwanzig Sohlenstreichen. Will Tamino die wirkliche Liebe erfahren, muss er drei Prüfungen bestehen: Er muss Standhaftigkeit, Verschwiegenheit und Duldsamkeit haben. Zuerst müssen er und Papageno schweigen, aber als die drei Damen drohenden Tod schwören, erschrickt Papageno und er plaudert – so geht es jedes Mal, wenn er schweigen muss.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"><span>   </span>Zwischen der ersten und </span></span><a><span style="font-size:small;color:#000000;font-family:Calibri;">zweite</span></a><span style="font-size:small;font-family:Calibri;">n </span></span><span><span style="font-size:small;font-family:Calibri;">Prüfung trefft Pamina ihre Mutter – Königin der Nacht – und sie hasst Sarastro. Es wird aufgedeckt, dass Paminas Vater und Sarastro verbunden waren. „Der Hölle Rache kocht in ihrem Herzen“, weil der Vater den siebenfachen Sonnenkreis zu Sarastro gab, und so schwört die Mutter, dass Pamina nimmermehr ihre Tochter ist, wenn sie nicht Sarastro tötet. Sie versinkt und jetzt ist Pamina allein mit dem Dolch in der </span><a><span style="font-size:small;color:#000000;font-family:Calibri;">Hand. </span></a></span><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;">Plötzlich kommt Monostatos, nimmt ihr den Dolch und droht ihr, so dass sie mit ihm lieben wollten: „Liebe oder Tod!“. Glücklicherweise kommt Sarastro und holt ihn ab. Er weiß, dass Monostatos‘ Seele ebenso schwarz wie sein Gesicht ist. Er will ihn bestrafen, wenn die Königin der Nacht ihn nicht töten will. Sarastro erklärt seinen Widerwille gegenüber der Königin der Nacht in der Arie „In diesen Heilgen Hallen“. Hier hören wir von Liebe zwischen Menschen und Vergebung.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"><span>   </span>Noch eine Prüfung: Tamino und Papageno müssen still schweigen. Tamino bleibt still, aber Papageno hat Probleme: Er jammert und singt. Plötzlich entdeckt er ein altes hässliches Weib mit einem Becher mit Wasser. Sie plaudert, und sie erzählt, dass sie seine Geliebten ist. Plötzlich kommt ein starker Donner, und sie hinkt schnell ab. Die drei Knaben kommen mit den Zauberinstrumenten von Tamino und Papageno, und erzählen, dass das Ziel nah ist. Tamino spielt seine Flöte; währenddessen genießt Papageno seinen Wein. Pamina kommt, und sie ist erschrocken, weil Tamino keine Silbe mit seiner Pamina sprechen will. Sie droht mit Selbstmord und geht. Papageno fängt an zu reden.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"><span>   </span>Sarastro bringt Pamina fort, und jetzt ist es Tamino erlaubt mit ihr zu sprechen, und Sarastro sagt, dass sie einander bald wiedersehen werden. Papageno wird erzählt, dass er keine himmlische Liebe erleben kann, nur eine irdische. Er spielt auf seine Glocken, und das alte Weib kommt hervor. Ihr Name ist Papagena, und sie ist wirklich sehr schön. Plötzlich sinkt er in den Abgrund, weil er nicht würdig ist.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"><span>   </span>Wir sehen jetzt Pamina, und sie will sich selber töten. Doch retten die drei Knaben sie, da sie ihr erzählen, dass Tamino sie liebt. </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"><span>   </span>Tamino muss jetzt die letzte Prüfung bestehen. Er soll durch Feuer, Wasser, Wind und Erde gehen, und dabei rein werden. Plötzlich kommt Pamina, und sie will mitgehen. Es ist ihr erlaubt, und die beiden fangen an zu gehen, und sie bestehen. Es ist Hochzeit, und sie heiraten.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"><span>   </span>Papageno ist traurig: Er will den Selbstmord, weil er seine Papagena nicht haben kann. Doch erinnert er sich an seine Glocken, und Papagena kommt heran, und sie singen über Kinder als die höchsten Gefühle.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"><span>   </span>Die Bösewichte Monostatos und die Königin der Nacht versuchen in den Tempel zu dringen, aber es geht nicht: Sie versinken, jetzt erzählt Sarastro: „Die Strahlen der Sonne vertreiben die Nacht – Zernichten der Heuchler erschlichene Macht!“. Und so endet die Oper.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;font-family:Calibri;"> </span></span></p>
<h2 style="line-height:150%;text-align:justify;margin:10pt 0 0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="color:#4f81bd;"><span style="font-family:Cambria;">Analyse der Personen und typische Märchenzügen </span></span></span></span></h2>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;font-family:Calibri;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"><span style="text-decoration:underline;"><span>Tamino</span></span><span> ist deutlich die Hauptperson: Er ist Prinz, und ist auf einer Mission um seine Prinzessen zu finden. Durch drei Prüfungen wird er würdig, und so muss er die schwierigsten Qualen durchleben: Tugend zeigen und durch Feuer und Wasser gehen.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"><span>   </span>Es ist typisch, dass die Hauptperson eine Entwicklung durchlebt. Es ist oft die ganze Handlung, und so verläuft es auch in <em>die Zauberflöte</em>. Er bekommt ein Zauberinstrument – den Gimmick der Oper – und wie viele andere Märchen ist dies das Instrument zum Ziel.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"><span>   </span>Tamino besteht die drei Prüfungen und entdeckt die Wahrheit: Die Königin der Nacht ist der wirkliche Bösewicht und Sarastro wird ihm helfen sie zu besiegen und die Liebe der Pamina zu gewinnen.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"><span> </span></span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"><span style="text-decoration:underline;"><span>Papageno</span></span><span> ist Taminos komischer Begleiter. Er ist ein Naturmensch und ist mit der Zivilisation unbekannt: „<em>Länder? – Menschen? – Prinz? –</em>(S. 13)“. Ganz vom Anfang an plaudert er, prahlt und ist vielleicht ein bisschen wie ein Tier – das sieht man, als er und Monostatos einander erschrocken haben: „<em>Das ist – der Teufel sicherlich.</em> (S. 23)“. Diese Feigheit und Plauderei sind zunehmend und ein Dilemma, weil Papageno sehr gern helfen will, aber oft durchlebt er viele Ängste und Versuchungen: z.B. in der zweiten Prüfung, wo er nicht schweigen kann.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"><span>   </span>Der Charakter Papageno ist eine Clownfigur und hat die Funktion das Publikum zu unterhalten, aber auch ein Kontrast zu sein: Zwischen Papageno und Tamino gibt es keinen Zweifel wer gut und tugendlich ist. Man kann Papageno also eine Art pädagogisches Hilfsmittel sehen um, die Oper zu verstehen.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;font-family:Calibri;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"><span style="text-decoration:underline;"><span>Pamina</span></span><span> ist die Tochter der Königin der Nacht und vielleicht die interessanteste Person der Oper - psychologisch erblickt. Das Erste, was wir hören, ist, dass sie gefangen ist, und muss von Tamino befreit werden, und so ist sie ja noch ein Archetyp. Im ersten Aufzug ist sie ein bisschen passiv: Man hört doch, dass sie entsprungen ist, aber schnell wieder gefangen. Als sie gehört hat, dass Tamino sie liebt, ist sie ganz erstaunt und ekstatisch, aber sucht doch immer noch die Mutter.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"><span>   </span>Im zweiten Auftritt ist sie doch aktiver: Es gibt viele Momente mit ihr allein, und viele Konflikte entstehen, als die Königin der Nacht ihr einen Dolch gibt, um Sarastro zu töten; Monostatos wollte Liebe und dass Tamino nicht mit ihr spricht. Sie ist dabei gezwungen aktiv zu sein, und es ist der größte Unterschied der zwei Aufzüge.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;font-family:Calibri;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"><span style="text-decoration:underline;"><span>Die Königin der Nacht</span></span><span> ist der diabolische Bösewicht: Ein Verräter, eine Schlange, die durch eigenes Blut Sarastro töten will. Es gibt Figuren wie sie in anderen Märchen also ist sie auch ein Archetyp.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"><span>   </span>Sie durchlebt – wie Pamina – eine Entwicklung zwischen den zwei Aufzüge: Am Anfang ist sie noch freundlich und erweist sich als ein Symbol des Guten, aber zuletzt ist sie nur ein simpler Bösewicht – vielleicht nur ein „Bandit“. Irgendwie wird sie kraftvoll degradiert im 2. Aufzug, 30. Auftritt, wo sie mit dem Mohr Monostatos singt: „Bald dringen wir in Tempel ein!“ und ihre Tochter weggegeben hat.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;font-family:Calibri;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"><span style="text-decoration:underline;"><span>Sarastro</span></span><span>, zuletzt, ist der Priester von Isis und Osiris. Er herrscht im Tempel der Weisheit. Es liegt in der Natur der Oper, dass er sich auch durch die Aufzüge verändert: Zuerst Bösewicht und zuletzt ein Halbgott oder so etwas.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;font-family:Calibri;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;">Durch die Oper hören wir immerfort von drei Damen- oder Knaben. Spezialerweise die drei Knaben sind typische Märchenzüge: Kleine Helfer wie Feen oder Zwerge. Auch die drei Prüfungen vor dem Ziel sind typisch abenteuerlich.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;font-family:Calibri;"> </span></span></p>
<h2 style="line-height:150%;text-align:justify;margin:10pt 0 0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="color:#4f81bd;"><span style="font-family:Cambria;">Sarastro als iranischer Prophet mit dem Humanismus als Perspektiv</span></span></span></span></h2>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;font-family:Calibri;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;">Die Figur Sarastro ist basiert auf den iranischen Prophet <em>Zoroaster</em> oder <em>Zarathustra</em>. Er war Prophet für Ahura Mazda, den Gott des Lebens und des Gutes, und die Fokussierung der Tugenden ist vielleicht hiervon inspiriert, da Zarathustra drei Grundsätze hatte: <em>Gute Gedanken, gute Worte und gute Taten</em>, wie man in <em>die Zauberflöte</em> sieht.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"><span>   </span>Exotismus – die europäische Sehnsucht nach fremden Kulturen ist wichtig für <em>die Zauberflöte</em> – wichtig für die<em> </em>ganze Aufklärung, und so scheinen natürlich diese ägyptische und ostliche Elemente. </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"><span>   </span>Die Lehre von Zarathustra scheint auch sehr viel wie die Lehre des Humanismus . Es gibt noch sieben Grundlehren in dem Avesta – dem heiligen Buch: „<em>Der gute Sinn; die beste Wahrheit; das wünschenswerte Reich; die segenbringende Frömmigkeit; Wohlfahrt; Nicht-Sterben und der segenbringende Geist</em>“. Jede von diesen scheint wie etwas, was Sarastro gesagt hat. In seiner Arie: „In diesen heilgen Hallen“ erklärt er, wie viel er an diese Werte glaubt: „<em>In diesen heilgen Mauern, wo Mensch den Menschen liebt – kann kein Verräter lauern, weil man dem Feind vergibt</em> (S. 45)“.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;font-family:Calibri;"> </span></span></p>
<h2 style="line-height:150%;text-align:justify;margin:10pt 0 0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="color:#4f81bd;"><span style="font-family:Cambria;">Vergewaltigung, Rassismus und Selbstmord</span></span></span></span></h2>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;font-family:Calibri;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;">Nicht so typisch sind doch die drei Themaen: Vergewaltigung, Rassismus und Selbstmord.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"><span>   </span>Lass uns mit der Vergewaltigung anfangen – es passiert zweimal, dass Monostatos „Liebe verlangt“: Zum ersten Mal erklärt Pamina zu Sarastro, dass sie entfloh weil sie ihn nicht lieben wollte: „<em>Der böse Mohr verlangte Liebe, darum, o Herr, entfloh ich dir! – </em>(S. 31)“ und das zweite Mal, als Pamina Sarastro töten sollte, und er drohte ihr mit dem Dolch: „<em>Liebe oder Tod! </em>(S. 44)“ . Die Vergewaltigung ist sehr selten im Märchen, und so ist sie ein innovativer Zug, der vielleicht einen tieferen Sinn hat. Viele spekulieren darüber, dass Emanuel Schikaneder Rassist war. Es ist schwierig zu beurteilen, aber es ist wichtig zu bemerken, dass Monostatos nicht nur ein simpel Vergewaltiger ist, aber auch eine komische Figur wie Papageno, und so tritt er als ein etwas sympathischere Person auf.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"><span>   </span>Der Selbstmord ist auch ein besonderes Ding für eine Märchenoper. Aber auch zweimal gibt es solche Versuche. Zuerst Pamina weil sie glaubt, dass Tamino sie nicht mehr liebt: „<em>Fühlst du nicht der Liebe Sehnen – So wird Ruh im Tode sein!</em> (S. 49)“ und auch bei Papageno, weil er nicht seine Papagena hat: „<em>Es ist vergebens! Müde bin ich meines Lebens </em>(S. 59)“. Doch niemals schaffen sie es, und die drei Knaben haben eine Warnung: „<em>Selbstmord strafet Gott an dir! </em>(S. 56)“</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;font-family:Calibri;"> </span></span></p>
<h2 style="line-height:150%;text-align:justify;margin:10pt 0 0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="color:#4f81bd;"><span style="font-family:Cambria;">Freimauerei und die Aufklärung</span></span></span></span></h2>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;font-family:Calibri;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;">Die Aufklärung war eine Periode von ca. 1690 bis 1800. Viele humanistische Ideen wurden hier formuliert, und die Freimauerei war eine weltumspannende Loge, die diese Gedanken stützte. Mozart und Schikaneder waren beide Freimaurer, und sehr viel Inspiration davon ist in der Oper: die humanistischen Ideen von Zarathustra waren auch einflussreich, und so kann <em>die Zauberflöte</em> ja eine sehr gute Einführung in die Aufklärung sein.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"><span>   </span>Immanuel Kant, Philosoph der Aufklärung, formulierte den kategorischen Imperativ, der sagt:</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0 0 0 65.2pt;"><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;">„<em>Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde</em>“</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;">Der reflektiert sehr gut, was Sarastro in „In diesen heilgen Hallen“ singt, und damit hoffe ich, dass es klar ist, wie gut Sarastro die Aufklärung repräsentiert.</span></span></span></p>
<h2 style="margin:10pt 0 0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="color:#4f81bd;"><span style="font-family:Cambria;">Die Zauberflöte – Eine Märchenoper (Postludium)</span></span></span></span></h2>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:small;font-family:Calibri;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;font-family:Calibri;">Die Schlussfolgerung. Was haben wir gelernt? Dass Sarastro ein iranischer Priester ist? Wir haben gelernt, dass <em>die Zauberflöte</em> eine Märchenoper ist – eine Oper mit abenteuerlichen Elementen z.B. bei den drei Knaben, Damen, Prüfungen und den Archetypen Tamino, Pamina und der Königen der Nacht, die auch in Märchen wie</span><a><span style="font-size:small;color:#000000;font-family:Calibri;"> Schneew</span></a><span style="font-size:small;font-family:Calibri;">ittchen</span></span><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"> existiert.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;text-align:justify;margin:0;"><span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Calibri;"><span>   </span>Die Gedanken der Freimaurer sind auch überall in dem Text. Es ist deutlich, dass Mozart und Schikaneder Freimaurer waren, und dass die Aufklärung eine sehr humanistische Zeit war.</span></span></span></p>
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